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Therapeutische Intervention

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Ich sehe Vor - als auch Nach teile in der Therapiekultur in unserem Schweizerschulsystem. Man kann damit übertreiben. Was tue ich allerdings in Guinea, wenn ich bei einem Kind dringenden logopädischen, heilpädagogischen oder anderweitigen Förderbedarf sehe? Klar: Ich konsultiere den hiesigen logopädischen, heilpädagogischen, psychomotorischen, was-weiss-ich welchen Dienst. Nein, natürlich nicht! So etwas existiert hier nicht. Also lasse ich zwei schweizerische Pädagoginnen einfliegen, um den entsprechenden Kindern einen zweiwöchigen Intensivkurs zu bieten. Nun, so krass war es dann auch nicht, als meine zwei PH-Freundinnen Laura und Ramona hier waren, aber sie haben mich im Unterricht unterstützt und, was mir besonders auf dem Herzen lag, meine zwei Zugpferdchen, Leandro und Eloan, die schulisch sehr weit sind, spezifisch gefördert. Hier einige Einblicke in unser Schaffen:   Psychomotorik: Ergotherapie: Logopädie:  Ergotherapie, Psychomotorik und/oder Spi...

Schulreise

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Mittwoch, 8:25. Welch ohrenbetäubender Lärm! Auf dem Grundstück der Familie Müller, wo sich auch der Kindergarten befindet, wird gerade ein 80 Meter tiefes Loch in den felsigen Boden gebohrt, um eine neue Wasserpumpe aufzustellen. Im Kindergarten wird man kaum ein Wort verstehen. Wir könnten doch eigentlich den Kindergarten heute Morgen im Quartier Ley Wendou stattfinden lassen – im Hof unserer WG. Nein, geht doch nicht: Sandra ist ja schon unterwegs in den Kindergarten ins Quartier Barkere, um eine Bibelgeschichte von Französisch auf Pular zu übersetzen (wie jeden Mittwoch). Morgen jedoch sind sie bestimmt immer noch am Bohren. Na dann: Machen wir doch diesen Ausflug am kommenden Tag. Donnerstag, 8:30. Laura, Ramona und ich eröffnen den Kindern, dass wir jetzt gleich auf einen Ausflug nach Ley Wendou aufbrechen. Die Kinder freuen sich ausserordentlich. Laura und Ramona waren zwei Wochen auf Besuch bei mir und haben mich täglich in den Kindergarten begleitet und mich tatkräftig unter...

Schön.

Was ist schön? Palmen, Blumen, blauer Himmel? Afrikanischer Lebenstil? Frische Avocados vom Markt? Blühende Mangobäume, wohin man schaut? Afrikanische Kleider? Körperfülle? Ich hab alles. Und alles ist eine Frage des Geschmacks des Betrachters. Die ersten aufgezählten Punkte erfüllen mein Herz mit Freude und Dankbarkeit. Der typische Guineer hingegen schenkt diesen Dingen kaum besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Sie sind selbstverständlich. Umgekehrt ists jedoch um Letzteres bestellt, welches mir zu schaffen macht. Dieser letzte Punkt erwies sich in Kombination mit dem zweitletzten Punkt ziemlich bald als Herausforderung, mit der ich mich hier besonders konfrontiert sehe: Der durchschnittliche Guineer empfindet es als schön, wenn man etwas auf den Hüften hat. Entsprechend bekomme ich nicht selten zu hören, dass ich ach-so-grosse Hüften habe oder auch einfach, dass ich dick sei - natürlich stets mit einem Hauch von Bewunderung. Was für mich persönlich an der nicht unbedingt posi...

Neues aus Guinea

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Sonntagnachmittag, 28°C, ich sitze am Tisch auf der Terasse und bin froh, wieder gesund zu sein. Am Freitag war ich am Blogartikel verfassen, doch bevor ich ihn beenden konnte, suchte mich eine (nicht allzu heftige) Magendarm-Erkrankung heim, die ich mittlerweile überstanden habe. So begann ich am Freitag folgenden Artikel zu schreiben: Freitagnachmittag, 30°C, wir chillen im Garten mit einigen Jungen, die Ataya machen. Das ist Grüntee, der auf spezielle Art und Weise hergestellt wird: im Kohleöfeli wird die Teemischung erhitzt, dann wird sie hin und her geschüttet was das Zeug hält, bis man mehr Schaum als Tee hat, und bei manchen Versionen wird Ataya mit darin aufgelöstem Biscuit, Vache-qui-rit-Schmelzkäse, Milchpulver und viel Zucker serviert. Währenddessen das Ataya-Ritual stattfindet, bei dem vor allem rumgehängt wird, berichte ich euch ein wenig aus dem Nähkästchen: Seit den Ferien sind zwei Wochen vergangen und ich habe am letzten Feriensonntagabend be...